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Die Entfernung von Zähnen wird unter anderem nötig:
- wenn Zähne frakturiert sind und deren Erhaltung nicht mehr möglich ist
- wenn überzählige Zähne (Polyodontie) die Okklusion oder den Kieferschluß stören
- wenn persistierende Milchzähne, welche die Entwicklung bzw. den Durchbruch der bleibenden Zähne
stören und/oder eine Fehlbisslage verursachen
- wenn Zähne retiniert (unvollständiger Durchbruch und das Verbleiben des
Zahnes im Kiefer an seinem vorgesehenen Platz) oder impaktiert (liegen so
regelwiedrig, das ein Durchbruch nicht möglich ist) vorliegen, weil sie z.B.
Druck auf die Wurzel der Nachbarzähne ausüben
- wenn Zähne die normale Bisslage behindern
- wenn durch FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen) bei Katzen
im Bereich der Zahnwurzel durch Odontoklasten (Zellen) Zahnhartsubstanz
aufgelöst wird. Bei diesem schleichenden Prozess wird der Zahnnerv (Pulpa)
freigelegt, was zu hochgradig chronischer Schmerzhaftigkeit führt.
Diagnostisch können nur radiologische Untersuchungen zuverlässige Auskunft
über den Zustand des Katzengebisses geben, weil die Erkrankung im
Wurzelbereich des Zahnes seinen Ursprung nimmt und oft erst viel später
im sichtbaren Kronenbereich erkennbar wird. Wurzelreste werden im Kiefer in
der Regel atomisiert (mit einem Rosenbohrer ausgebohrt), um Schmerzfreiheit
für den Patienten zu erlangen.
- wenn Zähne kariös (bei Hund und Katze eher selten), tot oder chronisch
eitrig sind und endodontisch, konservierend oder prothetisch nicht versorgt
werden sollen oder können.
- wenn eitrige oder gangränöse Zahnmarkerkrankungen vorliegen
- wenn durch Schädigung des Zahnhalteapparates (Parodont), insbesondere
durch Knochenabbau des Alveolarknochens (Zahnfach), eine Zahnlockerung vorliegt.
- wenn die Zähne in der Frakturlinie eines Kieferbruches liegen (bessere
Heilung wenn Zahn entfernt wird) oder bei stark luxierten (aus dem Zahnfach
getreten) Zähnen, welche eine Fixierung resp. Reimplantation nicht mehr zulassen.
- bei schweren Kieferknochenentzündungen oder Kieferknochentumoren
Eine Wurzelspitzenresektion ist indiziert, wenn eine chronische Entzündung im
Wurzelspitzenbereich (apikale Parodontitis) bei erfolgter Wurzelkanalbehandlung
nicht zur Ausheilung gebracht werden kann (Wurzelgranulom, radikuläre Zyste), oder
wenn Frakturen im Bereich des apikalen Wurzeldrittels vorliegen.
Die Replantation von Zähnen, die teilweise oder ganz aus dem Zahnfach (Alveole)
getreten sind (Luxation, Avulsion), hat dann Aussicht auf Erfolg, wenn sie
innerhalb einer Stunde vorgenommen werden kann. Ausgeschlagene Zähne müssen
feucht und sauber gehalten werden. Ein feuchtes und sauberes Taschentuch,
physiologische Kochsalzlösungen, Ringer-Lösung oder abgekochte Milch können vor
Austrocknung des Zahnes bis zur Replantation schützen (siehe auch
Publikationen/Literatur).
Zahnfleischwucherungen wie Epuliden, intraorale Warzen, chronisch hyperplastische
Gingivitis beim Hund, Plasmazellgingivitis der Katze und der Verschluß von
oronasalen Fisteln mittels Lappentechnik sind weichteilgewebliche
oralchirurgische Arbeitsgebiete, bei den auch Hochfrequenz-Chirurgie
bzw. Radiochirurgie zum Einsatz kommen (siehe technisches Equipment).
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Alveolar-Fraktur


chirurgische Entfernung


Wundnaht


entfernter Caninus


FORL


digitale Röntgenaufnahme FORL
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